Suffizienz ist für uns eine unverzichtbare Notwendigkeit, um Klima und Biodiversität zu bewahren.

Laut dem IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist Suffizienz ein Bündel von Maßnahmen und alltäglichen Praktiken, die es ermöglichen, die [nicht wesentliche, unnötige] Nachfrage nach Energie, Materialien, Land und Wasser zu vermeiden und gleichzeitig das Wohlergehen aller Menschen innerhalb der Grenzen des Planeten zu gewährleisten.

Suffizienz

Unsere Gruppe ist 2023 im Anschluss an die jährliche Generalversammlung der GPC-FR entstanden. Sie besteht aus vier Mitgliedern, die besonders davon überzeugt sind, dass Suffizienz eine Notwendigkeit ist, und steht allen interessierten Personen offen.

Ziel der Gruppe ist es, unsere Position zur Suffizienz zu erläutern, bekannt zu machen und sie durch verschiedene Aktionen möglichst breit bei Einzelpersonen und Institutionen zu fördern.

Wir verfolgen regionale Entwicklungen im Zusammenhang mit Suffizienz, organisieren Veranstaltungen und bringen uns in öffentliche Konsultationen ein.

Wir stellen uns den kantonalen oder kommunalen Behörden zur Verfügung, um Institutionen und Gruppen zu unterstützen, die mit der Umsetzung des kantonalen und/oder kommunalen Klimaplans betraut sind – mit besonderem Augenmerk darauf, Suffizienz anzustreben, die aus jeder Sicht dem Klima, der Biodiversität sowie unserer körperlichen und psychischen Gesundheit zugutekommt.

Wir unterstützen auch die anderen Gruppen der GPC-FR, indem wir an ihren Aktionen teilnehmen.

Heute tragen unsere Lebensgewohnheiten und das Modell unserer Gesellschaft (wirtschaftlich, politisch, soziokulturell) nicht nur dazu bei, die Klimastörungen zu verursachen und zu verstetigen, sondern auch die Zerstörung der Biodiversität und allen Lebens auf unserem Planeten voranzutreiben.

Suffizienz ist für uns eine Notwendigkeit, um besser zu leben und dabei die Grenzen des Planeten, seine Biodiversität und die Lebensqualität aller Lebewesen, die ihn bewohnen, zu respektieren. Indem wir die Schweizer Bevölkerung sensibilisieren, machen wir einen kleinen Schritt zur Bewahrung des Lebens – hin zu einem besseren Leben mit mehr Qualität, ohne übermäßigen und unnötigen Konsum, der nicht glücklich macht …

Warum nicht nur individuell, sondern auch kollektiv handeln? Individuell suffizient zu handeln bedeutet hier: aufzuhören, in der Konsumhysterie zu leben – unter dem Einfluss der Werbung und im „immer mehr produzieren“ …

Kollektiv handeln weil unsere individuellen ökologischen Gesten nicht ausreichen, um die Probleme der Erderwärmung und der Zerstörung der Biodiversität zu lösen.

Unsere wichtigsten Werte werden in diesen wenigen Kernbotschaften sichtbar:

  • „Weniger ist besser!“ (UNIL Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit)
  • „All you need is less !“
  • „Suffizienz erfordert den Übergang von einer Wirtschaft der Wünsche zu einer Wirtschaft der Bedürfnisse“ (Sascha Nick, UNIL), das heißt der grundlegenden menschlichen Bedürfnisse.
  • Technik allein wird nicht ausreichen, um die THG-Emissionen (Treibhausgase) zu begrenzen.
  • Suffizienz erfordert eine Aushandlung der gerechten Verteilung der Anstrengungen zwischen Gemeinschaften und zwischen Ländern.
  • Suffizienz ist auch ein „Gesellschaftsprojekt, das es zu gestalten gilt“ (Virage énergie).
  • Suffizienz ist eine Quelle für gutes Leben … Stellen wir uns eine neue, suffiziente und wünschenswerte Welt vor!

Unsere Aktionen

Wir haben auf die Konsultation zum kantonalen PSEM (Kantonaler Sektorplan für die Materialgewinnung) geantwortet:

  • 13. August 2025 – Antwort an den Staat Freiburg, nach der neuen Fassung des kantonalen PSEM – Dokument
  • 11. September 2024 – Stellungnahme und Antwort auf die öffentliche Konsultation zum kantonalen PSEM – Dokument

Wir haben organisiert:

  • 28. November 2024 – Öffentliche Präsentation des Buches „La décroissance, chemins faisant“ – Details

Wir haben teilgenommen:

  • 8. November 2025 – Forum du bénévolat, um Mitglieder zu gewinnen.
  • 21. September 2025 – an einem Workshop von Festi Terra, organisiert vom Dienst Nachhaltigkeit der Stadt Freiburg, zum Thema „Nachhaltigkeit in Ihren Organisationen: Welche Aktivitäten, Leistungen, Bedürfnisse …“

Wir haben veröffentlicht:

Parallel dazu laufen oder sind folgende Aktionen in Planung:

Wir beteiligen uns je nach Verfügbarkeit an den Aktionen der anderen Gruppen:

Quellen und Links zur Suffizienz

Adressverzeichnis:

Wir haben in diesem Verzeichnis zahlreiche nützliche Adressen zusammengestellt, um Suffizienz in Freiburg und Umgebung umzusetzen.

Dossiers und verschiedene Links:

  • Themendossier „Suffizienz – Weniger ist besser“ von Education21 (Bildung für Nachhaltige Entwicklung – BNE)
    Link zur entsprechenden Seite oder PDF-Version
  • Weniger ist besser – Videos der Universität Lausanne (UNIL) zur Suffizienz
    Link zur Videoseite
  • Literaturübersicht zur Energiesuffizienz „Suffizienz, ein systemischer Ansatz auf Basis sozialer Innovation. Synthese 2024“.
    Synthese 2024. UNIL – Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit

  • Sortir de la pub – Koordinationsgruppe für Gemeinden, die (bald) von kommerzieller Werbung im öffentlichen Raum befreit sind
  • NégaWatt Suisse – Der Verein NégaWatt Suisse fördert den NégaWatt-Ansatz in der Schweiz: Suffizienz, Effizienz und erneuerbare Energien
  • Die Donut-Dimensionen von Kate Raworth. Estefania Amer. UNIL Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit.

Buchempfehlungen:

Kontaktperson:

Aurélie Klingshirn, aklingshirn@ik.me